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die Jurte
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Ger die mongolische Jurte
Kommen mehrere Gäste gleichzeitig, sitzt der höchste Gast an nördlichster Stelle beim ranghöchsten Familienmitglied, das ist der Älteste oder der Hausherr. Die anderen Gäste verweilen im westlichen Teil, der Männerseite.
Frauen und Kinder, die in der Jurte leben, sowie weitere Personen, die aus dem gesamten Ajl zusammen kommen, um die Besucher zu sehen, halten sich im östlichen oder westlichen Teil auf.
Meist sind nur zwei oder drei Hocker vorhanden, deshalb sind die Sitzplätze der Gäste im Westbereich auf dem Bett oder am Boden.
Männer haben beim Sitzen die Beine unterschlagen, für Frauen gilt es, das rechte Bein aufzustellen.
In einer Jurte herrscht die strikte Vorschrift sich in der Richtung des Sonnenlaufs, also im Uhrzeigersinn, zu bewegen. Diese Bewegungsrichtung steht im Zusammenhang mit der Heiligkeit der Stützen und des Herdfeuers (siehe Kapitel 6). Der rituelle Rundgang kennzeichnet eine Geste religiöser Verehrung, die im Umschreiten des geheiligten Objektes besteht.
Auf dieses Verhalten stößt man auch im Tempelrundgang während buddhistischer Zeremonien und dem dreimaligen Rundgang um Naturdenkmäler, sogenannte "Owoo", die als Wohnstätte von Schutzgottheiten gelten.

 
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